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Chinandega,
seit 1986 Partnerstadt Leverkusens, liegt im Nordwesten Nicaraguas
an der Pazifikküste. Das tropische Klima und die fruchtbaren
Böden der Region haben der Stadt lange Zeit einigen Wohlstand
gebracht: Orangen, Zuckerrohr, Bananen und Baumwolle wurden auf
großen Landgütern in Monokultur angebaut. Doch der Wohlstand
blieb in den Händen weniger, der Großgrundbesitzer.
Chinandega war vor der Entdeckung Amerikas und der spanischen
Conquista 1528 ein ausgedehntes Gebiet. Es war in jener Epoche
bekannt unter dem Namen "Tezoatega",
dessen Führer der Häuptling "Agateyte" war. Der spätere Name "Chinandega" kommt
aus der alten Nahuatl-Sprache und bedeutet "Ort der provisorischen Behausungen" oder "Ort
der Palmdächer".
Chinandega, dessen Gründung im Jahr 596 n. Chr. vermutet wird, war ein Ort,
der große indigene Völkerwanderungen miterlebt hat. Schließlich
ließen sich die Chorotegas und Nicaraos in dem heutigen Gebiet von Nicaragua
nieder.
In der spanischen Kolonialzeit ab 1529 war Chinandega Herrschaftsgebiet eines
spanischen Patrons und entwickelte sich bis zur Unabhängigkeit Nicaraguas
1821 immer mehr zu einem Zentrum der Landwirtschaft und des Handels.
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