| Kolonialzeit
Bei seiner 4. Reise landete Cristóbal Colón im
Juli 1502 auf der Insel Guanaja, die zu den hondurenischen Islas
de la Bahía gehört. Von der Mündung des Río
Coco, dem "Cabo Gracias a Dios" folgte er der Küste
Nicaraguas und ankerte an der Mündung des Río San
Juan, um schwere Stürme zu überstehen.
Von Panama aus unternahm der Konquistador Pedrarias Davila 1519
Raubzüge nach Costa Rica und Nicaragua. Mit Granada 1523,
León 1524 und Bruselas - letzteres verödete nach
wenigen Jahren wieder - wurden die ersten spanischen Kolonialstädte
in Nicaragua nahe der Pazifikküste gegründet, in den
1520er Jahren von Spanien als Kolonie besiedelt, um die encomienda
in Gang zu setzen. Denn obwohl die unmittelbare Beute des Eroberungszuges
nach Nicaragua relativ hoch war, wurde in ihrem Verlauf klar,
dass der Reichtum in den Menschen besteht. Während der Cacique
Nicarao sein Land für den castilischen König requirieren,
sich zum Christentum bekehren und wertvolle Geschenke machen
ließ, wog der Cacique Diriangén die Spanier durch
Taufe in Sicherheit, um sie dann mit einigen Tausend Indígenas
auf dem Schlachtfeld anzugreifen. Jeglicher Widerstand gegen
die Unterwerfung galt den Konquistadoren als Rebellion, die prinzipiell
mit Krieg und Versklavung beantwortet wurde. Die wirtschaftlich
und kulturell sehr hoch entwickelten Völker der Mangues,
Pipil, Nicarao und Choroteguas wurden verschleppt und versklavt,
Nicaragua entvölkert. Der Mönch Bartolomé de
Las Casas schrieb 1552: "Im gesamten Nicaragua dürften
heute 4.000 bis 5.000 Einwohner leben, früher war es eine
der am dichtesten bevölkerten Provinzen der Welt." Als
der Hauptmann Francisco Hernández de Córdoba für
Pedrarías durch Nicaragua bis nach Honduras vordrang,
1523 am Nordufer des Nicaraguasees Granada gründet und auf
Leute von Hernán Cortés stieß, witterte Pedrarías
1526 bei seinem engen Vertrauten, Leiter seiner Gouverneurswache
Verrat und köpfte ihn - so, wie er bereits seinen Schwiegersohn
Vasco Núñez de Balboa umgebracht hatte. Der Leichnam
de Córdobas wurde bei Ausgrabungen im Frühjahr 2000
freigelegt. Cortés Hauptmann Pedro de Alvarado eroberte
1523 bis 1535 Guatemala und El Salvadór. 1524 erreichten
sie San Salvadór. Dabei stießen die beiden Herrschaftsgebiete
von Cortés einerseits und Pedrarías andererseits
in der Region Nicaragua/Honduras zusammen. Gil González
Dávila und Andrés Niño eroberten 1524 Honduras.
Als der von Pedrarías entsandte capitán Dávila
mit einer in Spanien erworbenen eigenen capitulación an
der Karibikküste landete, wurde er von Cortés Leuten
in Ketten nach Spanien zurückgeschickt. Da wegen des indigenen
Widerstandes in Honduras und Panamá Gouverneure von der
spanischen Krone direkt eingesetzt wurden, blieb Nicaragua Pedrarías überlassen.
Ein bedeutender Teil der Bevölkerung des heutigen Nicaragua
wurde 1538 versklavt und in die Silberminen Perús und
Boliviens deportiert.
Bereits 1539 entdeckte Diego Machuca den Río San Juan
als Wasserstraße zwischen der Karibik und dem Nicaragua-See.
1551 äußerte sich bereits der spanische Chronist Francisco
López de Gomara "Man fasse nur den festen Entschluß,
die Durchfahrt auszuführen, und sie kann ausgeführt
werden. Sobald es am Willen nicht fehlt, wird es auch nicht an
Mitteln fehlen." Doch der spanische König Felipe II..
sah in der Landbrücke zwischen den beiden Meeren Gottes
Schöpfung, die zu verbessern dem Menschen nicht zustünde.
Deshalb wurde Plan eines interozeanischen Kanals, des Nicaragua-Kanals
vorläufig nicht weiter verfolgt.
Die spanische Kolonialherrschaft beschränkte sich lange
Zeit nur auf die Pazifikküste und ihr Hinterland am Nicaragua-See
und dem kleineren Managua-See. Die Karibikküste (Miskitoküste),
die vom Rest des Landes durch gebirgige und unwegsame Regionen
getrennt blieb und von den Miskito-Indígenas bewohnt wurde,
geriet von Jamaika aus für lange Zeit mit dem Territorium
des heutigen Belize unter den Einfluss Großbritanniens.
1725 brach in León ein Aufstand der Indígenas
gegen die Spanier aus. 1777 erhoben sich die Boaco-Indígenas
unter Führung ihres Caciquen Yarince gegen die Spanier.
Volkserhebungen infolge der französische Revolution und
Napoléons Besetzung Spaniens in der gesamten Pazifikregion
Mittel- und Südamerikas mündeten 1811/12 in den Beginn
des Unabhängigkeitskrieges, erste Forderungen nach Amtsenthebung
des spanischen Statthalters wurden erhoben.
Unabhängigkeit
Am 15. September 1821 rief das Vizekönigreich Guatemala,
zu dem Nicaragua gehörte, seine Unabhängigkeit von
der spanischen Krone aus. Noch heute ziert die Jakobinermütze
der französischen Revolution unter den 5 Vulkanen des Landes
seine Flagge. 2 Jahre später wurden daraus die Vereinigten
Provinzen Mittelamerikas, aus der die zentralamerikanische Föderation
hervorging, der neben Nicaragua, Honduras, Guatemala, Costa Rica
und El Salvador angehörten.
Die Geschichte Nicaraguas ist durch den langen Gegensatz zwischen
der "liberalen" Elite aus León und der "konservativen" Elite
aus Granada geprägt. Managua als Hauptstadt liegt nicht
zufällig dazwischen. Als die Gegensätze innerhalb der
nicaraguanischen Oligarchie 1856 in einen Bürgerkrieg umschlug,
riefen die „Liberalen“ den nordamerikanischen Abenteurer
William Walker mit einer kleinen Privatarmee gegen ihre konservativen
Kontrahenten zur Hilfe. Walker strebte jedoch die Unterwerfung
ganz Zentralamerikas an, rief sich selbst zum Präsidenten
Nicaraguas aus und ließ die 1824 abgeschaffte Sklaverei
wiedereinführen. Erst 1857 wurde er von der vereinigten
Armee zentralamerikanischer Staaten geschlagen und floh.
1878 gab es eine deutsche Militärintervention in Nicaragua
nach einem Übergriff auf den Konsul in León. Campesinos
in der Pazifikregion rebellierten 1881 gegen die Großgrundbesitzer,
die ihnen ihr Land für den expandierenden Kaffeeanbau raubten
und sie damit zur Lohnarbeit auf den Plantagen zwangen.
Mit dem Regime des General José Santos Zelaya kam 1893
die ökonomisch bedeutend gewordene Kaffeeoligarchie der „Liberalen“ an
die Macht. Zelaya setzte die Trennung von Staat und Kirche und
die zentralisierte Kontrolle des ganzen Landes durch, förderte
den Kaffeeanbau und ließ die Verkehrswege ausbauen. Mit
dem „Dekret der Wiedereingliederung“ der Miskitoküste
ließ 1894 seine Regierung die Miskitoküste durch den
General Cabezas militärisch besetzen. Den Miskitos wurde
die Aufrechterhaltung einer Reihe von Steuerprivilegien zugesagt.
Eine Militärrebellion an der Karibikküste und der Druck
der USA zwangen General Zelaya 1909 zum Rücktritt. Die daraufhin
wieder an die Macht gelangende konservative Oligarchie unterzeichnete
mit den USA ein Jahr später die Dawson-Verträge, in
denen sich Nicaragua zu einer in jeder Hinsicht von den USA abhängige
Wirtschaft und Politik verpflichtete. Der neue konservative Präsident
Adolfo Díaz, bis zu seiner Wahl Buchhalter eines nordamerikanischen
Bergbauunternehmens in Nicaragua, nahm 1911 bei US-Banken Millionenkredite
auf und überließ als Sicherheit der US-Regierung die
direkte Kontrolle der nicaraguanischen Zolleinnahmen. Ein Jahr
später mußte die Regierung Díaz gegen ein aufständisches
Heer des bisherigen Kriegsministers Luís Mena durch US-Marines
gerettet werden, die in Nicaragua landeten und die Städte
Managua, Granada und León besetzten. 10 weitere Versuche,
die US-hörige Regierung zu stürzen, folgten zwischen
1912 und 1924, weshalb die Marines bis 1925 im Land blieben.
Aufstieg der Somozas
1927 entflammte der Bürgerkrieg erneut zwischen der konservativen
Regierung und den Liberalen, zu deren Generälen auch Augusto
César Sandino zählte. Nachdem der persönliche
Abgesandte des US-Präsidenten Coolidge dem Anführer
der Liberalen, General Moncada die Präsidentschaft versprach,
erzwang er den "Pakt von Espino Negro", indem die Entwaffnung
der Liberalen festgeschrieben wurde. Lediglich Sandino und 30
seiner Soldaten ließen sich nicht entwaffnen, sondern zogen
sich in die Berge im Norden des Landes zurück. Dort stellte
Sandino von neuem eine kleine Truppe auf, kämpfte gegen
die korrupte Regierung und brachte den 1927 im Lande stationierten
US-Rangers im Laufe von 6 Jahren eine Reihe von empfindlichen
Niederlagen bei. 1932/33 zogen die USA ihre Truppen ab, nachdem
sie eine nicaraguanische "Nationalgarde" aufgestellt
und ausgebildet hatten, dessen Oberbefehl bei ihrem Vertrauten,
Anastasio Somoza Garcia lag. Diese Nationalgarde, für die
formal eine (tatsächlich inaktive) Wehrpflicht existierte, übte
gleichzeitig Armee- und Polizeifunktion aus. Zum Präsidenten
kürte man seinen Onkel, den Liberalen Juan Bautista Sacasa.
Nach Abzug der USA legte Sandino und seine Truppe die Waffen
nieder. Somoza ludt Sandino und seine engsten Offiziere zu einem
feierlichen Bankett, bei dem sie auf seine Veranlassung am 21.
Februar 1934 ermordet wurden.
3 Jahre später putschte Somoza gegen Sacasa und ließ sich
zum Präsidenten wählen. Bis 1979 gab die Familie Somoza
den Oberbefehl über die Nationalgarde nicht mehr aus der
Hand, sondern errichtete mit Raub und Korruption eines der größten
Wirtschaftsimperien Lateinamerikas. Sie weitete ihren wirtschaftlichen
Einfluss in der sich modernisierenden Wirtschaft ständig
aus, unterdrückte autoritär innere Unruhen und leitete
den Wiederaufbau des durch ein Erdbeben 1931 zerstörten
Landes so ein, dass sie bei dieser Gelegenheit auch ihren Grundbesitz
beträchtlich erhöhen konnte. Auch ein 1936 die Hauptstadt
Managua zerstörender Großbrand bot dazu weiteren Anlaß.
Trotz seiner bisherigen Sympathien für deutsche und italienische
Faschisten stellte sich Anastasio Somoza Gracia im Zweiten Weltkrieg
1943 auf die Seite der Vereinigten Staaten und benutzte die Gelegenheit,
um alle Deutschen in Nicaragua zu enteignen und das Gros ihres
Vermögens und ihrer Kaffeeplantagen an sich zu reißen.
Der jüngere Sohn Anastasio Somoza Garcias, Anastasio Somoza
Debayle wurde 1946 von seinem Vater zum Befehlshaber der ganz
auf die Interessen der Familie eingeschworenen Nationalgarde
ernannt. Grenzkonflikte mit Costa Rica 1948/49 sowie 1955 und
mit Honduras 1957 wurden dank des Rückhalts aus den USA überwunden.
Ein junger, patriotischer Dichter, Rigoberto Lopez Pérez
ermordete 1956 den Diktator auf einem Bankett, woraufhin er selbst
von Somozas Leibwächtern erschossen wurde. Somozas Sohn,
Oberst Luís A. Somoza Debayle wurde Präsident und
behielt das Amt bis 1963 inne.
Während der Baumwollanbau an der Pazifikküste zur
wichtigsten Devisenquelle des Landes wurde, zogen sich die US-Firmen
allmählich aus der Karibikregion zurück. Ihre Bananenplantagen,
die ausgelaugten Gold- und Silberminen und der Raubbau an Edelhölzern
hinterließen tiefe Spuren und ein riesiges, abgeholztes
Urwaldgebiet im Nordosten als unfruchtbare Steppe. Einstmals
933 km Eisenbahnnetz (bei einem damaligen Straßennetz von
350 km!) der Bananen- und Holzfirmen verfielen, nicht zuletzt
weil Somoza "verdienten" Offizieren Lizenzen für
Autobuslinien parallel zur Eisenbahn schenkte, die dann bei ihm,
dem Generalvertreter von Mercedes-Benz, Busse kaufen konnten.
Heute existieren nur noch geringe Reste dieses Netzes in einem
erbärmlichen Zustand, die kaum noch genutzt werden.
1961 wurde in Puerto Cabezas an der Atlantikküste ein Invasionsheer
aus Exilkubanern und lateinamerikanischen Söldnern unter
der Leitung der CIA aufgestellt, das in der Schweinebucht in
Kuba landete und vernichtend von den revolutionären, kubanischen
Truppen geschlagen wurde.
1967 kam Anastasio Somoza Debayle, bis dahin Chef der Nationalgarde,
als Kandidat der "Liberalen" durch Wahlbetrug an die
Präsidentschaft. Seine Regierungsmethoden widersprachen
liberalen Grundsätzen, aber er genoß großzügige
US-Wirtschafts-, Finanz- und Militärhilfe. Nach Ausarbeitung
einer neuen Verfassung mit Sondervollmachten für den Präsidenten
und der Zwischenregierung einer Junta in den Jahren 1972 bis
1974 ließ er sich wieder zum Präsidenten wählen.
Als ein starkes Erdbeben am 24. Dezember 1972 die Hauptstadt
Managua zerstörte und ca. 10.000 Menschenleben forderte,
nutzte die kleptomanische Familie Somoza schamlos die Katastrophe
zur eigenen Bereicherung: Große Teile der internationalen
Hilfsgelder leiteten sie auf ihre Konten um, geschenkte Hilfsgüter
wurden von ihren Firmen verkauft und sie rissen das durch die
Katastrophe aufblühende Bau- und Bankgewerbe an sich. Noch
heute, im Jahre 2005, 33 Jahre später liegen noch immer
große Teile der Innenstadt samt Kathedrale verwüstet
in Schutt und Asche, in den Trümmern der Kathedrale hausen
Obdachlose.
Trotz Beibehaltung eines formalen Mehrparteiensystems wurde
jede echte Opposition durch die Nationalgarde rücksichtslos
unterdrückt, Gewerkschafter drangsaliert, Kleinbauern durch
rücksichtlose Gewaltanwendung von ihren Parzellen in die
verödeten Gebiete des Nordenostens oder die entlegenen,
verkehrsmäßig nicht erschlossenen Gebiete des Südwestens
vertrieben. Die oppositionellen "Konservativen" erwiesen
sich als inaktiv und machtlos. Ihr Interesse richtete sich ausschließlich
auf die Bedürfnisse ihrer Klasse.
Die Sandinisten
Gewaltsame Auseinandersetzungen aufgrund von Korruption und
staatlichem Machtmissbrauch des Diktators Anastasio Somoza Debayle
erfasste ab 1977 ein Bürgerkrieg das ganze Land, der am
19. Juli 1979 mit dem Sturz Somozas endete (Nicaraguanische Revolution).
Zunächst verfolgten die Sandinisten ein durchaus friedliches
und demokratisches Programm; eine breit angelegte Bildungskampagne
auch bei Erwachsenen führte zu einer deutlichen Senkung
der Analphabetenrate, indigene und bäuerliche Kunst und
Kultur wurden gepflegt. Ausdruck hierfür war die Ernennung
des weltbekannten Dichters und Priesters Ernesto Cardenal zum
Kulturminister. Schulen wurden im ganzen Land gegründet,
wobei diese oft in sehr einfachen Hütten untergebracht waren;
Lehrer wurden in Schnellkursen geschult, weil unter Somoza für
Lehrerbildung nicht das Geringste getan worden war. Das Gesundheitswesen
wurde entwickelt, auch hier gelang es, auf dem Lande Krankenstationen
zu etablieren, die erstmals ein wenigstens notdürftiges
Hygieneprogramm verbreiteten.
Ein weiteres innenpolitisches Vorhaben war die Entwicklung der
Frauenrechte. Dieses Programm knüpfte an den Bekanntheitsgrad
von sandinistischen Heldinnen an. Im durch und durch machistischen
Nicaragua ein bemerkenswerter Vorgang, der sicher auch zum späteren
Wahlerfolg von Violeta Chamorro beigetragen hat. Aber auch der
Welterfolg der Bücher von Gioconda Belli ("Die bewohnte
Frau") ist in diesem Zusammenhang wohl zu nennen.
US-Präsident Ronald Reagan unternahm in den 1980er Jahren
den Versuch, die ihm missliebige Regierung zu stürzen, die
in allen westlichen Medien schnell als kommunistisch diffamiert
wurde, veranlasste die Verminung des einzigen nicaraguanischen
Pazifikhafens Corinto, die finanzielle und militärische
Unterstützung vorwiegend von Honduras aus operierender,
bewaffneter, paramilitärischer Terrorgruppen (der "Contra"),
unter denen Offiziere und Soldaten der früheren somozistischen
Nationalgarde waren, die terroristische Überfälle vorwiegend
auf die Landbevölkerung unternahm, Minen legten, Ernte verbrannten,
Vieh stahlen und die Situation im Lande zu destabilisieren suchte.
Reagan nannte diese Terroristen "Freiheitskämpfer".
Gleichzeitig schürte die USA Auseinandersetzungen zwischen
der sandinistischen Regierung und den Miskito-Indígenas
an der Karibikküste.
Die USA wurden für militärische und paramilitärische
Aktionen in und gegen Nicaragua vom Internationalen Gerichtshof
in Den Haag verurteilt, erklärten aber den Gerichtshof für
unbefugt, über die USA zu urteilen, obwohl sie selbst Richter
an den Gerichtshof entsenden. In einer Resolution forderte die
UN-Generalversammlung die USA auf, dem Urteil nachzukommen. Nur
die USA, Israel und El Salvador stimmten gegen die Resolution
(siehe auch Iran-Contra-Affäre).
1988 wurde als Ergebnis der Friedensverhandlungen der mittelamerikanischen
Staaten untereinander, trotz Einmischung und Störung der
USA, das Abkommen Esquipulas II von den zentralamerikanischen
Staatspräsidenten unterzeichnet. In diesem Abkommen hatten
sich die Staatspräsidenten auf die Demobilisierung aller
irregulären Truppen, der Verkleinerung der regulären
Armee sowie freien und geheimen Wahlen geeinigt. Diese politische Öffnung
führte schließlich zu den demokratischen Wahlen von
1990, die mit dem Einverständnis der sandinistischen Regierung
durch die Vereinten Nationen überwacht wurden. Allerdings
war das noch sandinistisch beherrschte Nicaragua der einzige
beteiligte Staat, der die Übereinkünfte erfüllt
hat.
Quelle: Wikipedia
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