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Die Rentnervereinigung in Chinandega hat ca. 180 Mitglieder und besteht seit über 10 Jahren. In der Mehrzahl sind es Männer, aber es gibt auch einige Frauen, die eine kleine Rente bekommen. In ihrem Berufsleben waren sie Maurer, LandarbeiterInnen, Köchinnen, Schreiner, Schneiderinnen, Post- und Bankangestellte, Schlosser, etc. Ihre Rente beträgt im Durchschnitt etwa 50,- DM, wenn sie es denn schaffen, alle erforderlichen Papiere zusammenzubringen, um ihren Anspruch zu dokumentieren. Viele Menschen in Nicaragua haben nicht einmal ein Anrecht auf diese minimale Rente, denn es ist eher die Ausnahme in einem formalen Arbeitsverhälnis gestanden zu haben.
Die geringe Rente reicht nicht zum Überleben. Die alten Menschen sind angewiesen auf die Hilfe von Familienangehörigen oder sie betreiben einen kleinen Verkauf von Getränken oder Obst aus dem eigenen Garten und ähnlichem.
Die Rentnervereinigung setzt sich für die Wahrung der Interessen und Rechte der Rentnerinnen und Rentner ein, zum Beispiel für die Anhebung der Renten. Sie leistet Rechtsberatung zur Durchsetzung ihrer Rentenansprüche und für andere materielle Vergünstigungen. Auch eine Sterbekasse haben sie eingerichtet, denn der Kauf eines Sarges ist für die alten Leute mit ihren geringen Mitteln kaum möglich.
Verschiedene Leverkusener Organisationen und Vereine wie die Nicaragua-AG oder Wurzelwerk e.V. haben dem Rentnerverein über Jahre die finanziellen Mittel zum Bau eines eigenen Vereinshauses zur Verfügung gestellt. In einer beeindruckenden Leistung haben sie, die zum großen Teil Handwerker waren, den Bau ihres Hauses selber geplant und alle Arbeiten selber ausgeführt. Seit 1991 sind sie stolze Besitzer eines sehr ansehnlichen Treffpunkts.
Der Rentnerverein wird alljährlich mit einem bestimmten Betrag für die Einrichtung des Hauses, für Erweiterungsbaulichkeiten, für Reparaturen oder für weiteren Bedarf des Vereinslebens aus Leverkusen unterstützt. Außerdem werden gebrauchte Brillen gesammelt, die nach Chinandega geschickt werden, denn diese können die alten Leute selbst gut gebrauchen oder sie verkaufen sie gegen einen kleinen Beitrag zur Aufbesserung der Vereinskasse.
Dieser Bericht wurde am 20.02.2005 hinzugefügt.
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